Wesentliche Teile der Dermbacher Gemarkung, insbesondere im Norden des Ortes, sind Wälder, die der Waldinteressentenschaft Dermbach gehören.

Eine genaue Erfassung dieser häufig im Gemenge mit Haubergswaldungen liegenden Besitzungen erfolgte im Sommer des Jahres 1824 durch den Geometer Trips aus Gebhardshain.

Die damals markierten Grenzen haben sich, bis auf geringfügige Änderungen durch die Abgabe von ca. 9 % der Ursprungsflächen zu Wege-, Strassen- und Hausbau, bis heute kaum verändert.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Wald der Waldinteressenten Dermbach wie Gemeindewald nach der Waldverordnung der Bezirksregierung Koblenz vom 24.12.1816 bewirtschaftet. Noch 1824 schreibt Geometer Trips von den Grenzender "Gemeindswaldungen" Dermbach.

Seit 1881 gilt das am 14.3.1881 erlassene Gesetz über die "gemeinschaftlichen Holzungen". Nach diesem Gesetz wurde der Besitz der Dermbacher Waldinteressenten hinsichtlich der Benutzung wie Gemeindewald behandelt. Das bedeutete eine staatlich überwachte Hochwaldwirtschaft, die den Haubergsbetrieb ausschloss.

Aus diesem Grund gibt es auch heute keine Eichen und Birken aus Stockausschlag im Wald der Dermbacher Waldinteressenten, dafür aber die ältesten Waldteile Dermbachs: Eichertskopf mit ca. 110 jährigen Kiefern, Salzwald mit ca. 150 jährigen Eichen und Buchen.