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kfd ist:

- eine Gemeinschaft von Frauen für Frauen
- eine Gemeinschaft in der Kirche
- eine Gemeinschaft in der Gesellschaft

Entwicklung der kfd Dermbach

Solange es denkbar ist haben regelmäßige Treffen der Frauen stattgefunden, denn solange es Kirche gibt, gibt es die Mitarbeit der Frauen.

Bis zum Jahr 1960 gehörte Dermbach zur katholischen Pfarrei Kirchen. Nachforschungen ergaben, daß sich im März 1882 der Kirchener Kaplan Zimmermann an das Generalvikariat in Trier wandte, mit der Bitte, um die "canonische" Einrichtung des Vereins "christlicher Mütter". Dieser Bitte wurde entsprochen, nachdem die Statuten des Vereins in Trier vorgelegt worden waren. In den acht Punkten der Statuten ist als vornehmster Zweck die sorgfältige Erziehung der Kinder genannt; neben den Andachtsübungen werden die Werke der geistlichen und leiblichen Barmherzigkeit, besonders gegenüber armen Müttern und deren Kindern empfohlen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden wegen der Größe der Pfarreien und der steigenden Mitgliederzahl des "Müttervereins" eigenständige Bezirke eingerichtet. Wir nehmen an, daß auch zu diesem Zeitpunkt in Dermbach der "Mütterverein" gegründet wurde. Aus Erzählungen älterer Mitbürgerinnen wissen wir, daß zunächst junge Mädchen feierlich in den Jungfrauenverein und nach der Heirat automatisch in den Mütterverein aufgenommen wurden. Auch zu damaliger Zeit wurde schon ein kleiner Beitrag erhoben. Die Frauen trafen sich regelmäßig in der alten Schule und halfen überall dort, wo die Not sehr groß war. Alle 4 Wochen wurde zu einem Vortrag eingeladen.

In den dreißiger Jahren wurde die religiöse Betätigung argwöhnisch durch die NSDAP beobachtet, besonders durch die "Frauenschaft", die sich innerhalb der NSDAP gebildet hatte. Den Frauen wurde nahegelegt aus dem "Müttervein" auszutreten und der "Frauenschaft" beizutreten. Aber der Glaube bedeutete den Frauen mehr.

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg waren die Frauen schon sehr aktiv. Es fand der Mütterkaffee statt, Theaterstücke wurden mehrmals im Jahr aufgeführt, einmal im Jahr ein Ausflug zu einer Wallfahrtsstätte unternommen, es wurde für caritative Einrichtungen gespendet, denn nach den Notjahren hatten die Frauen auch eine offene Hand für die Not anderer.

Zu den vielen Aufgaben, die die Frauen im kirchlichen und sozialen Bereich schon übernommen hatten, wurde 1972 der Strickkreis gegründet, der auch heute noch sehr gut funktioniert. Zunächst wurde für Leprakranke gestrickt. Ab 1986 wurden Pullover, Strümpfe und vieles mehr für Basare gestrickt und gebastelt, wobei der Erlös weitgehend für Kirchenrenovierung, Lebrakranke und Projekt Schwester Gorethie gespendet wurde. Zu erwähnen wäre auch die gestiftete Weihnachtskrippe und die Marienstatue in unserer Kirche.

Im Laufe der Zeit hatte sich ein tiefgreifender Wandel im Rollenverständnis der Frau in Kirche, Gesellschaft und Familie vollzogen. Seit den Vorstandswahlen 1985 stehen der Vorsitzenden eine 2.Vorsitzende, Schriftführerin, Kassiererin und 4 Helferinnen zur Seite. Wir schlossen uns dem Zentralverband an und so wurde aus dem Mütterverein die kfd - Katholische Frauengemeinschaft St. Josef Dermbach.

Nach der Auflösung des Zentralverbandes des katholischen Müttervereins im Jahre 1939, durch die Nationalsozialisten, erfolgte die Wiedergründung des Verbandes im Jahre 1951 unter dem Namen "Zentralverband der kath. Frauen- und Müttergemeinschaften". Die Bezeichnung "Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Zentralverband, wird seit 1968 geführt.

Viele neue Aufgaben kamen nun auf den Vorstand zu. Es wurden Informations- und Weiterbildungskurse besucht, an den Dekanatstreffen und Regionaltagen teilgenommen, um den Mitgliedern die Ziele und Aufgaben der kfd zu erklären und alle Frauen für die kfd zu begeistern. Die monatliche Beitragszeitschrift Frau&mutter unterstützte den Vorstand dabei. Heute zählt die kfd 230 Mitglieder und bewältigt viele Aktivitäten

im kirchlichen Bereich

{short description of image} Vorbereitung und Gestaltung von Gottesdiensten (z.B. Weltgebetstag, Aktion Lebensgroschen, usw.)
{short description of image} Kreuzweg-, Mai- und Rosenkranzandachten
{short description of image} Besinnungsnachmittage

im Sozialen Bereich

{short description of image} Besuchsdienst der alten und kranken Menschen
{short description of image} Durchführung der Caritassammlungen
{short description of image} Basare (Erlös für caritative Einrichtungen und Kirche

im gesellschaftlichen Bereich

{short description of image} Vorbereitung und Gestaltung von Jahreskaffee (Theateraufführungen)
{short description of image} Tages- und Halbtagsausflüge
{short description of image} Vortrags- und Bastelabende
{short description of image} gemeinsame Treffen mit anderen kfd-Gruppen

Heute wird der Verein von einem Team gleichberechtigter Mitarbeiterinnen geführt. Dieses Vorstands-Team versucht, sich den Aufgaben und Zielen der kfd zu stellen und an die Mitglieder weiterzugeben, denn unsere Gemeinschaft ist wie eine Brücke. Ein Zusammenschluß von Menschen, die den Weg suchen vom Diesseits zum Jenseits. Jede von uns ist wichtig. Eine baut auf die andere, eine stützt die andere, jede trägt und wird getragen.