Die Freiwillige Feuerwehr Dermbach, geprägt durch ehrenamtliche Tätigkeit, die nicht dem Selbstzweck dient, sondern seit dem Gründungsjahr 1934 uneigennützig und mit Idealismus den persönlichen Einsatz über Jahrzehnte sicherstellt.

Geselligkeit fördert die Gemeinschaft und wie ein roter Faden zieht sich dies durch die 66-jährige Geschichte. Übungsstunden und Einsätze, aber nicht zuletzt auch Waldfeste, Wanderungen, Feuerwehrbälle, oder Karnevalsauftritte sind eine gut dosierte Mischung, um auch heute noch Alt und Jung zusammen zu halten. Die Feuerwehr ist ein Teil der gut funktionierenden Dorfgemeinschaft.

Die Gründung
Der kommissarische Vorsteher der Gemeinde Dermbach, Leo Schlosser lädt zu einer Versammlung ein um aus dem Rest der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Die erste Übung
Zum einstweiligen Wehrführer wurde Josef Eicher ernannt. Seitens des Amtes Kirchen und der Gemeinde Dermbach wurde zugesagt, die Wehr ordnungsgemäß auszustatten und für den Bau eines Gerätehauses zu sorgen. Im gleichen Jahr noch, wurde eine fahrbare Zweizylinderspritze angeschafft, die im Herbst bei der ersten Schlußübung vorgeführt werden konnte.

Das erste Gerätehaus
Am 5. Mai 1935 wurde das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. 260 Wehrmänner des Amtes Kirchen und 60 Wehrmänner der benachbarten Orte Herdorf und Struthütten waren dazu erschienen.

Der erste Einsatz
Während der sommerlichen Erntearbeit im Jahre 1936 rief die Schulglocke die Wehrleute zum ersten Einsatz. Ausgerechnet im Hause des Brandmeisters hatte sich ein Brand entwickelt.

Die erste Motorspritze
1950 bricht bei der Dermbacher Feuerwehr das Maschinenzeitalter an. Nach langem und harten Kampf war es gelungen, vom Amt Kirchen eine Motorspritze TS 4 zu bekommen.

Das erste Fahrzeug
Im Jahre 1955 wurde Dermbach und somit auch die Feuerwehr, der Großgemeinde Herdorf zugeordnet. Am 5. und 6. September 1959 feierte die Feuerwehr mit der Dorfbevölkerung das 25-jährige Bestehen. Der 06.04.1961 ist ebenfalls ein denkwürdiger Tag, denn das erste Feuerwehrauto, ein VW-Kleinbus wird in Dienst genommen.

Der Fortschritt hält Einzug!
Zur Freude der Dermbacher Wehr wurde sie 1970 von der Gemeinde Herdorf mit einer neuen Tragkraftspritze TS 8/8 ausgestattet

Das alte Gerätehaus
genügte den Anforderungen und der technischen Ausstattung der Feuerwehr nicht mehr und somit waren die Tage des alten Gebäudes mit seinem Schlauchturm gezählt. Die alte Bausubstanz wurde 1972 abgerissen. Die Wehr zog in die Räumlichkeiten der ehemaligen "Neuen Schule" im Oberdorf ein.

50-jähriges Jubiläum
und Tag der offenen Tür im Jahre 1984. Mit umfangreichem Programm und zahlreichen Besuchern aus nah und fern. Die Löschzüge aus Herdorf, Sassenroth, Struthütten und das DRK zeigten zusammen mit den Dermbacher Wehrleuten ihr Können aus Übungsstunden und Einsatzerfahrungen und beim anschliessenden Festabend in der Turnhalle wurde zusammen mit einigen Mitbegründern zünftig bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Die Aufgaben werden vielfältiger
Während in den zurückliegenden Jahren die Einsätze überwiegend in der Brandbekämpfung lagen, so kann man feststellen, daß mit Beginn der 70er Jahre neue Aufgaben an die FFW herangetragen werden. Einsätze bei starkem Unwetter, Beseitigung von Verkehrshindernissen, Schnee- und Windbruch, Ölspuren, Suche nach vermissten Personen oder Verkehrsregelungen bei Veranstaltungen.

Aus der Feuerwehr ist eine Schutztruppe geworden.
Diese Aufgaben verlangen eine sorgfältige Ausbildung in Theorie und Praxis, aber auch im gleichen Maße moderne Technik in der Ausrüstung.